Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Girokonto kannst du als Verbraucher jederzeit fristlos kündigen.
  • Die Kündigung ist meist kostenlos und sollte schriftlich erfolgen.
  • Erst das neue Konto eröffnen, dann das alte kündigen.
  • Ein Kontowechselservice zieht Daueraufträge und Lastschriften automatisch um.

Du willst dein Girokonto kündigen? Das ist einfacher, als viele denken. Hier die Schritt-für-Schritt-Anleitung. Den Umzug der Zahlungen erklärt Girokonto wechseln.

Fristen & Kosten

Für Verbraucher gibt es keine Kündigungsfrist – du kannst dein Girokonto jederzeit beenden. Die Bank darf dafür keine Gebühr verlangen. Eine zu viel gezahlte Kontoführungsgebühr wird anteilig erstattet.

Das solltest du vorher erledigen

  • Neues Konto eröffnen (siehe Girokonto-Vergleich).
  • Alle Daueraufträge und Lastschriften auf das neue Konto umziehen.
  • Den neuen IBAN bei Arbeitgeber, Vermieter und Anbietern hinterlegen.

Schritt für Schritt kündigen

  1. Neues Konto eröffnen und einrichten.
  2. Zahlungspartner umstellen (am besten per Kontowechselservice).
  3. Restguthaben auf das neue Konto überweisen.
  4. Schriftliche Kündigung einreichen und Karten zurückgeben/vernichten.

Tipps

Lass das alte Konto erst auf 0 € laufen und warte einige Wochen, bis alle Buchungen umgestellt sind, bevor du endgültig schließt. So gehen keine Zahlungen verloren.

Wann kann ich mein Girokonto kündigen?

Ein Girokonto kannst du jederzeit ohne Frist kündigen – ein Grund ist nicht nötig. Anders als bei vielen Verträgen gibt es keine Mindestlaufzeit, und die Bank darf für die Kündigung selbst kein Entgelt verlangen.

Ordentliche und außerordentliche Kündigung

In der Regel kündigst du ordentlich und formlos. Eine außerordentliche Kündigung brauchst du selten, etwa wenn die Bank Gebühren erhöht – dann kannst du häufig fristlos zum Stichtag wechseln. Für beides genügt meist ein kurzes Schreiben oder die Kündigung im Online-Banking.

Girokonto kündigen per Kontowechselservice

Am bequemsten ist es, das alte Konto über den Kontowechselservice der neuen Bank kündigen zu lassen. Die neue Bank zieht Daueraufträge und Lastschriften um und übernimmt auf Wunsch die Kündigung. So vergisst du keine wichtige Zahlung.

Was passiert mit Daueraufträgen?

Vor der Kündigung solltest du alle Daueraufträge, Lastschriften und Gehaltseingänge auf das neue Konto umstellen. Prüfe auch Zahlungsdienste wie PayPal sowie Abos und Streamingdienste, die mit der alten IBAN verknüpft sind.

Restguthaben und Dispo ausgleichen

Überweise dein Restguthaben rechtzeitig aufs neue Konto und gleiche einen eventuellen Dispo aus. Ein überzogenes Konto lässt sich nicht ohne Weiteres schließen – die Bank verlangt vorher den Ausgleich des Minus.

So sieht eine Kündigung aus

Eine Kündigung enthält deinen Namen, die IBAN, den Wunsch zur Auflösung zum nächstmöglichen Termin und die Bitte, das Restguthaben auf ein genanntes Konto zu überweisen. Viele Banken bieten dafür ein Formular oder eine Funktion im Online-Banking.

Häufige Fehler beim Girokonto kündigen

Der häufigste Fehler ist, das alte Konto zu früh zu schließen, bevor alle Zahlungen umgezogen sind. Lass es ein bis zwei Monate parallel laufen. Ein weiterer Fehler sind vergessene Abos, die ins Leere laufen und Mahnkosten verursachen.

Kann die Bank mein Konto kündigen?

Ja, auch die Bank darf ein Girokonto kündigen – meist mit zwei Monaten Frist. Bei einem Basiskonto gelten strengere Regeln zum Schutz der Kunden. In der Praxis passiert das selten, etwa bei lange inaktiven Konten.

Nach der Kündigung

Bewahre die Kündigungsbestätigung auf und kontrolliere, ob das Konto tatsächlich geschlossen wurde und keine weiteren Gebühren anfallen. Verbraucherinformationen rund um Konten bündelt die BaFin. Wer ein besseres Konto sucht, findet kostenlose Angebote im Girokonto-Vergleich – oft mit Wechselprämie.

Doppelkonto in der Übergangszeit

Es ist völlig in Ordnung, zwei Konten für eine Weile parallel zu führen. So stellst du sicher, dass wirklich alle Zahlungen umgezogen sind, bevor du dein altes Girokonto kündigen lässt. Erst wenn einen vollen Monat lang keine Buchungen mehr auf dem alten Konto eingehen, solltest du die Kündigung final einreichen.

Plane den Wechsel idealerweise so, dass keine wichtige Abbuchung in die Übergangsphase fällt. Ein kurzer Blick in die letzten Kontoauszüge zeigt dir, welche regelmäßigen Zahlungen du auf keinen Fall vergessen darfst.

Girokonto kündigen: Schritt für Schritt

Ein Girokonto kündigen ist als Verbraucher jederzeit und ohne Einhaltung einer Frist möglich – einen Grund musst du nicht angeben. Wer sein Girokonto kündigen möchte, nutzt am einfachsten das Kündigungsformular der Bank, eine Nachricht im Online-Banking oder ein kurzes Schreiben mit den Kontodaten und der Bitte um Bestätigung.

Bevor du dein Girokonto kündigen lässt, solltest du alle laufenden Zahlungen umziehen. Notiere dir Daueraufträge, Lastschriften und Gehaltseingänge und gib Geschäftspartnern, Arbeitgeber und Vermieter rechtzeitig die neue Bankverbindung. So vermeidest du, dass Rechnungen ins Leere laufen oder Mahnungen entstehen.

Achte darauf, dass das Konto vor der Kündigung ausgeglichen ist. Ein offener Dispo muss zurückgeführt werden, und ein eventuelles Restguthaben lässt du dir auf das neue Konto überweisen. Erst wenn keine Buchungen mehr zu erwarten sind, solltest du das alte Girokonto kündigen.

Das Kündigen selbst ist kostenlos – Banken dürfen dafür kein Entgelt verlangen. Lass dir den Abschluss schriftlich bestätigen und bewahre die Bestätigung auf. Wer ohnehin die Bank wechselt, kann den gesetzlichen Kontowechselservice nutzen und das Girokonto kündigen lassen, sobald alle Zahlungen sicher umgezogen sind.

Diese Fehler vermeidest du beim Kündigen

Der häufigste Fehler ist, das alte Konto zu schnell zu schließen. Solange noch Lastschriften oder Gutschriften erwartet werden, solltest du es offen halten. Wer sein Girokonto kündigen will, lässt beide Konten besser einige Wochen parallel laufen, bis alle Zahlungspartner umgestellt sind.

Vergiss nicht, Abos und Verträge zu informieren. Streamingdienste, Fitnessstudio, Versicherungen, Arbeitgeber und Vermieter brauchen die neue Bankverbindung. Eine Liste aller regelmäßigen Buchungen aus den letzten zwölf Monaten hilft, nichts zu übersehen.

Prüfe auch, ob mit dem Konto Verträge verknüpft sind, die du weiter nutzen möchtest – etwa ein Dispo, ein Tagesgeldkonto oder ein Wertpapierdepot. Manchmal ist es sinnvoller, statt zu kündigen einfach zu wechseln und den Kontowechselservice zu nutzen.

Bewahre nach dem Girokonto kündigen die schriftliche Bestätigung der Bank auf und kontrolliere den letzten Kontoauszug. So stellst du sicher, dass keine offenen Gebühren oder unerwarteten Buchungen mehr auftauchen und der Vorgang sauber abgeschlossen ist.

Hast du Probleme mit der Bank, etwa bei einer verweigerten Bestätigung, hilft ein freundliches, aber bestimmtes Schreiben mit Fristsetzung. Dein Recht, das Girokonto kündigen zu dürfen, ist klar geregelt und lässt sich notfalls über die Schlichtungsstelle durchsetzen.

Häufige Fragen

Muss ich für die Kündigung einen Grund angeben?

Nein. Als Verbraucher kannst du dein Konto jederzeit ohne Angabe von Gründen und ohne Frist kündigen. Eine kurze schriftliche Mitteilung mit Kontodaten und der Bitte um Bestätigung genügt vollkommen.

Was passiert mit einem Guthaben oder Dispo?

Ein Restguthaben lässt du dir auf dein neues Konto überweisen. Ein genutzter Dispo muss vor der Schließung ausgeglichen werden. Erst wenn der Saldo bei null steht und keine Buchungen mehr erwartet werden, wird das Konto geschlossen.

Wie lange dauert die Kontoschließung?

Nach Eingang der Kündigung schließt die Bank das Konto meist innerhalb weniger Tage, sobald keine offenen Posten mehr bestehen. Plane dennoch etwas Puffer ein und kontrolliere den letzten Auszug auf Nachbuchungen.

Muss ich einen Grund für die Kündigung angeben?

Nein. Du kannst dein Girokonto ohne Angabe von Gründen kündigen.

Was passiert mit einem überzogenen Konto?

Ein offener Dispo muss vor der Kündigung ausgeglichen werden. Andernfalls bleibt die Forderung bestehen.


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Jens Schreiner
Autor
Jens Schreiner
Jens beschäftigt sich seit dem Studium intensiv mit privaten Finanzen – von Girokonten und Tagesgeld über ETF-Depots bis zu Kreditkarten und Versicherungen. Beruflich in der IT zu Hause, geht er Finanzthemen analytisch und datengetrieben an: Er vergleicht Konditionen im Detail, probiert Kontoeröffnungen und Neukundenangebote selbst aus und übersetzt komplizierte Produkte in verständliche Sprache. Auf Sparnia zeigt er, wie man mit cleveren Vergleichen und Neukundenangeboten bares Geld spart und verdient – unabhängig, transparent und nachvollziehbar.